Klimafitte Raumplanungskonzepte

Versiegelung

Die Versiegelung von Böden zählt europaweit zu den großen umweltpolitischen Herausforderungen. Im Europavergleich führt Österreich die Liste bezüglich Bodenverbrauch an. Laut einer Studie des Umweltbundesamts werden täglich 11,8 ha (Stand 2018 – Mittelwert über drei Jahre) an Bodenfläche benötigt, davon werden ca. 45% für Bauflächen (exkl. Betriebsflächen), ca.40% für Betriebsflächen und 3% für Erholungs- und Freiflächen genutzt.

1.000 km² werden EU-weit jährlich an  Boden „verbraucht“. Diese Fläche hat in etwa die Größe Berlins. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken müssen innovative und nachhaltige Ansätze für die zukünftige Siedlungs- und Gewerbeentwicklung erforderlich, um einen weiteren Bodenverbrauch zu vermeiden. Die Versiegelung der Böden bringt zahlreiche negative ökonomische bzw. ökologische Effekte mit sich. Beispielhaft werden nachfolgend ein paar der wichtigsten genannt.


Erhöhtes Hochwasserrisiko

  • Hohe Versiegelungsdichten erhöhen die Gefahr von fluvialen Hochwässern (Oberflachenwässer) – die Unterbindung der Versickerung erhöht den Bedarf für die Ableitung von Oberflächenwässern über das Kanalsystem
  • Ein Hektar unversiegelter Boden kann ca. 2.000m³ Wasser speichern – aufgrund des Klimawandel werden Starkregenereignisse und damit einhergehende Überschwemmungen zunehmen.

Überhitzung

  • Auf versiegeltem Boden kann kein Wasser verdunsten. Bei dicht besiedelten Gebiet führt dies sogar zu einer Änderung des Mikroklimas und einer Erhöhung der lokalen Temperatur. Um dieser Erhöhung entgegen zu wirken muss grüne Infrastruktur in den Gebieten initiiert werden.

Verminderte Staubbindung

  • Unversiegelte Böden sind in der Lage Staub zu binden bzw. die Schadstoffe zu filtern. In Städten und stadtnahen Gebieten mit besonders hoher Staubbildung können unversiegelte Boden einen besonders wertvollen Beitrag zur Luftverbesserung leisten.

Kontakt

Mag. Thomas Lattinger, Am Ökopark 10, 8230 Hartberg, 03332/62250-170, thomas.lattinger@oekopark.at

Folder Klimafitte Raumplanung

Folder Klimafitte Raumplanung Folder Klimafitte Raumplanung (6.573,0 kB)
Logos

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programmes „Klimawandel-Anpassungsmodellregionen 2017“ durchgeführt.